Musikschule, Musikhochschule, 1927-1977 (Bestand)

Archive plan context


Title:Musikschule, Musikhochschule
Name of the creator / provenance:Beim Umbau des Gebäudes R 5, 6 für das „Institut für deutsche Sprache“ fanden sich auf dem Speicher - wie der Presse zu entnehmen – mehrere Karteikästen mit Material der „Städtischen Hochschule für Musik und Theater und Konservatorium“. Das Material wurde am 18.02.1991 durch Herrn Dr. Blum und Herrn Berger gesichtet; drei Karteikästen mit Schülerverzeichnissen der „Städtischen Hochschule für Musik und Theater und Konservatorium“ wurden zum dauernden Verbleib übernommen (s. Vermerk vom 18.02.1991), Az.: 16.24.20-Musikschule). Acht weitere Karteikästen, die nicht archiviert werden, erhielten lediglich den Nachweis von bibliothekarisch erschlossenen Partituren, sonstigen Noten etc
Der Fundort der Materialien in R 5, 6 erklärt sich dadurch, dass die „Städtische Hochschule für Musik und Theater“ und später die „Städtische Musikschule Mannheim“ dort untergebracht waren. Die Laufzeit des Bestandes umfasst – nach aus Zeitgründen kursorischer Durchsicht – die Zeit von ca. 1936 bis 1944. Die Karteikarten sind entstanden, als die „Städtische Hochschule für Musik und Theater und Konservatorium“ noch in A 1, 3 und während des Krieges in E 4, 12-16 ihr Domizil hatte.
Geschichte der Institution mit Archivbeständen:Die Städtische Hochschule für Musik und Theater wurde im Jahre 1933 gegründet. Vorläufer war ein "Unternehmen vorwiegend privaten Charakters, dem von der Stadtverwaltung(…) Zuschüsse gewährt wurden." (Verwaltungsberichte 1933-1937, S. 88).

Das Mannheimer Musikinstitut war im Laufe seiner Geschichte in verschiedenen Stätten untergebracht und firmierte unter verschiedenen Namen. Es wurde 1899 gegründet als „Hochschule für Musik, zugleich Theaterschule für Oper und Schauspiel in Mannheim. Städtisch subventionierte Anstalt unter dem Protektorat Ihrer Kgl. Hoheit der Großherzogin Luise von Baden“. Der Standort der Hochschule war B 1, 7a, ab 1901 M 1, 8, seit 1910 L 2, 9. Ab 1933 fand die „Städtische Hochschule für Musik und Theater und Konservatorium. Staatlich anerkannte Anstalt“ in A 1, 3 Unterkunft. Das Konservatorium war der Musikliebhaberausbildung gewidmet, während die Hochschule musikalische Berufsausbildungen vermittelte. 1939 zog man dann in die ehemalige Börse in E 4, 12-16. 1944 wurde das Musikinstitut geschlossen. Am 01.04.1951 wurde mit dem Unterricht wieder begonnen in R 5, 6 im 2. Obergeschoß.

In R 5 waren bis 1922 ein Krankenhaus und danach vor allem städtische Dienststellen untergebracht. 1971 wurde die Hochschule vom Land übernommen und umbenannt in „Staatliche Hochschule für Musik Heidelberg-Mannheim“ mit Räumen in R 7, 24; gleichzeitig wurde ein „Konservatorium und Jugendmusikschule“ abgespalten, das in R 5, 6 blieb. 1973 ist im Adressbuch für R 5, 6 die „Städtische Musikschule Mannheim“ und für L 15, 16 die „Staatliche Hochschule für Musik Heidelberg-Mannheim“ ausgewiesen. 1975 erhielt die „Städtische Musikschule Mannheim“ auch Räume in R 7, 24. 1990 zog sie dann nach E 4, 14 um. Die „Staatliche Hochschule für Musik Heidelberg-Mannheim“ ist heute in L 15, 16 untergebracht.
Classification:Die Gliederung richtet sich nach dem Aktenplan der Hochschule für Musik und Theater vom 9.9.1935. (vgl. 34/1969 Nr. 52)
Ordnung und Verzeichnung

Die Karteikarten waren in drei Karteikästen gelagert und wurden nach einer Grundsäuberung in eigens gefertigte Karteikästen umgepackt. Es handelt sich um zwei alphabetisierte Kartenserien. Die zweite Serie war durch eine „II“ vor den Großbuchstaben des Alphabets gekennzeichnet und befand sich in einem eigenen Kasten. Serie I befindet sich jetzt in den Karteikästen 1 und 2, Serie II in Karteikasten 3. Die Karteikarten dieser beiden Serien unterscheiden sich vor allem dadurch, dass die Karteikarten der ersten Serie vornehmlich die Abteilung Konservatorium und die Karten der zweiten Serie vor allem die Hochschule betreffen.
Offensichtliche Fehler in der Alphabetisierung wurden korrigiert. Die Karteikarten zu dem Buchstaben „A“ der Liste 2 fehlten. Metall wurde von den Karteikarten entfernt.

Die Laufzeit des Bestandes umfasst vor allem die Kriegszeit. Auf den Karteikarten der Schüler findet sich links oben in der Regel ein handschriftlich aufgetragenes Buchstabenkürzel. Es handelt sich wohl um das Kürzel für die Abteilung, welcher der Unterrichtsteilnehmer zugeordnet war, z.B. „Ho“ oder „H“ für Hochschule, „K“ für Konservatorium oder „M“ für Militärmusiker; aber auch Einträge wie „B“ für beurlaubt finden sich dort. Obwohl sich die Aufschlüsselung der Abkürzungen im Inneren er eingefalteten Karteikarten finden, konnte die Bedeutung aller auffindbarer Kürzel bislang noch nicht erschlossen werden.
Appraisal and destruction:
Bundesland:Baden-Württemberg
Art der Institution mit Archivbeständen:Kommunale Archive
 

Usage

End of term of protection:12/31/2007
Permission required:Keine
Physical Usability:Uneingeschränkt
Accessibility:Öffentlich
 

URL for this unit of description

URL: https://scope.mannheim.de/detail.aspx?ID=400534
 

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