Kulturzentrum Alte Feuerwache, 1926 (ca.)-2008 (Bestand)

Archive plan context


Title:Kulturzentrum Alte Feuerwache
Geschichte der Institution mit Archivbeständen:Planungen für die Neckarufer-Nord-Bebauung ab 1969 sahen neben der Errichtung des Gewerbeschulzentrums und einer gemischten Wohnbebauung den Abriss der 1912 fertig gestellten Alten Hauptfeuerwache und an ihrer Stelle die Errichtung eines Museums für archäologische und völkerkundliche Sammlungen vor. Eine 1974 gegründete „Bürgerinitiative Hauptfeuerwache“ sowie der Denkmalschutz bewahrten das Gebäude letztlich vor diesem Schicksal. Nach dem Umzug der Feuerwehr in zwei Neubauten in Käfertal und Rheinau beschloss der Gemeinderat in den Jahren 1978 und 1979 den Erhalt, die Generalinstandsetzung und die Umgestaltung der Alten Feuerwache zu einem Bürger- und Kulturhaus.
Aus der kulturpolitischen Diskussion in den siebziger Jahren ergab sich die Forderung nach neuen Inhalten (einer „alternativen Kultur“), neuen Orten der Vermittlung (Kommunikationszentren) und neuen Möglichkeiten der Bürger zu kreativer Betätigung. Der Ende 1975 gegründete Verein „Alte Hauptfeuerwache e.V.“ machte sich diese Forderungen zu Eigen und visierte langfristig die Einrichtung eines bürgernahen Kulturzentrums an. Als ersten Schritt zu diesem Ziel etablierte der Verein die Musikwerkstatt im Hofgebäude der Feuerwache. 1978 überließ der Gemeinderat den Saal im Dachgeschoss dem neu gegründeten Kinder- und Jugendtheater „Schnawwl“ des Nationaltheaters. Nach Fertigstellung sämtlicher Umbaumaßnahmen wurde die Alte Feuerwache am 8. Mai 1981 ihrer neuen Bestimmung als Kulturzentrum übergeben. Aus dem früheren Zweckbau entstand so ein vielfach nutzbares Zentrum mit Proberäumen, einer großen Veranstaltungshalle, einem als Galerie genutzten kleineren Veranstaltungssaal, einem Vortragssaal und Arbeits- und Werkstätten für Bildende Künstler. Mit Unterstützung des 1981 gegründeten „Fördervereins Kulturzentrum Alte Hauptfeuerwache e.V.“ und durch Überlassung der Räumlichkeiten zu günstigen Konditionen an kulturelle Vereine wurde das unter kommunaler Trägerschaft stehende Kulturzentrum Alte Hauptfeuerwache sehr bald zu einem Beispiel für eine unbürokratische Zusammenarbeit zwischen Administration und Künstlerinitiativen
Classification:Übernommen wurde Schriftgut des Kulturamts, des Kulturzentrums Alte Feuerwache, des Fördervereins Kulturzentrum Alte Hauptfeuerwache e.V. und der nachfolgend aufgeführten und in der Feuerwache ansässigen Vereine:
- Verein Alte Feuerwache Musikwerkstatt live e.V.,
- IG Jazz e.V. – Interessengemeinschaft zur Förderung des Jazz im Rhein-Neckar-Raum,
- Landesberufsverband Bildender Künstler Baden-Württemberg e.V.,
- Landesverband Baden-Württemberg Deutscher Tonkünstler und Musiklehrer e.V., Kreis Mannheim,
- Die Räuber ‚77. Literarisches Zentrum Rhein-Neckar e.V.,
- Künstlerbund Rhein-Neckar e.V.,
- Verband Bildender Künstler e.V. Baden, Bezirk Mannheim,
- Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstfreunde e.V., Gruppe Mannheim- Ludwigshafen (GEDOK).
Die letztgenannten fünf Vereine schlossen sich als korporative Mitglieder der am 13. Mai 1980 gegründeten und auch in der Feuerwache angesiedelten Interessengemeinschaft Mannheimer Künstlerorganisationen e.V. (IGMK) an, deren Schriftgut ebenfalls übernommen wurde.
Außerdem fanden sich Plakate und Broschüren, die der Plakatsammlung bzw. der Bibliothek zugeordnet wurden.
Appraisal and destruction:Aus einer ersten Sichtung der dem Stadtarchiv – ISG angebotenen und in einem Kellerraum des Kulturzentrums eingelagerten Unterlagen durch Herrn Dr. Stockert und den Unterzeichner am 5. Aug. 2009 ergab sich aufgrund des Umfangs und der Heterogenität des Schrift- und Druckguts die Notwendigkeit einer umfangreichen Bewertung vor Ort. Diese wurde am 16. Okt. 2009 von Herrn Dr. Stockert, Herrn Müller und dem Unterzeichner durchgeführt. Hierbei wurden Durchschläge von Rechnungen, deren Aufbewahrungsfristen abgelaufen waren, und Druckgut ohne Bezug zu Mannheim zur Kassation freigegeben. Noch vom Kulturzentrum benötigte Haushaltsunterlagen wurden dort belassen.
Comments:Das Umbetten des Schriftguts aus Leitz-Ordnern in Zippelheftung sowie das Entmetallisieren erfolgte durch Herrn Müller in den Monaten Oktober und November 2009. Die Verzeichnung wurde zwischen Dezember 2009 und Februar 2010 durch den Unterzeichner vorgenommen.
Gez. Walter Spannagel
Bundesland:Baden-Württemberg
Art der Institution mit Archivbeständen:Kommunale Archive
 

Usage

End of term of protection:12/31/2038
Permission required:Keine
Physical Usability:Uneingeschränkt
Accessibility:Öffentlich
 

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URL: https://scope.mannheim.de/detail.aspx?ID=398665
 

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